VERÖFFENTLICHUNGEN
09.12.2025 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2025 SWIPRA Newsletter Mehr lesen

MEDIENMITTEILUNG

13. SWIPRA Umfrage zu Corporate Governance: Verwaltungsräte: Fit für die Transformation? – Vergütungssysteme bleiben eine Herausforderung

Zürich, 9. Dezember 2025 – Die 13. SWIPRA Corporate Governance Survey zeigt: Zwischen Schweizer Unternehmen und institutionellen Aktionären bestehen weiterhin grosse Verständnislücken in verschiedenen Bereichen. Dies betrifft insbesondere die Verwaltungsräte: Es fehlt an Transparenz, nach welchen Kriterien sich diese zusammensetzen.
 
Zudem bleibt es für Aktionäre schwierig einzuschätzen, ob Verwaltungsräte über die richtigen Kompetenzen verfügen, um die strategischen Herausforderungen zu meistern. Auch wird die Fähigkeit der Verwaltungsräte, ihre Zusammensetzung den sich wandelnden Anforderungen anzupassen, als unzureichend eingeschätzt. Gleichzeitig ist das allgemeine Vertrauen in Schweizer Verwaltungsräte gestiegen (74 % gegenüber 66 % im Jahr 2021).
 
Vergütungen bleiben auch nach über 10 Jahren intensiver Diskussionen ein kontroverses Thema mit wenig Vertrauen in die aktuellen Vergütungssysteme.

Medienmitteilung

24.06.2025 Newsletter SWIPRA GV Auswertung 2025 SWIPRA Newsletter Mehr lesen

SWIPRA GV Analyse


Schweizer Generalversammlungen 2025: Eskalationsstrategien der Aktionäre und Nachhaltigkeit bleibt weiterhin ein Thema

Zürich, 24. Juni 2025 - Die Schweizer GV-Saison 2025 wurde durch geopolitische Ereignisse überschattet, die auch Einfluss auf die Abstimmungsrichtlinien und das Stimmverhalten institutioneller Aktionäre hatten. Das Stimmverhalten institutioneller Aktionäre zielte konkret auf grundlegende Verbesserungen der Corporate Governance ab und folgte zunehmend vordefinierten Eskalationsstrategien.

Die durchschnittlichen Abstimmungsergebnisse blieben zwar stabil, jedoch reagierten Aktionäre kritischer auf anhaltende Governance-Probleme, insbesondere zur Vergütungspraxis. Unternehmen sollten demnach Governance-Strukturen dynamisch und nicht statisch betrachten, ihre Handlungen – insbesondere im Hinblick auf Vergütung und die Erneuerung des VRs – transparenter gestalten, und sich in einem Dialog mit Aktionären und Stimmrechtsberatern engagieren.

Insbesondere mittelgrosse und kleinere Unternehmen sehen sich mit mehr Widerstand in ihren VR-Wahlen konfrontiert, da Aktionäre die VR-Mitglieder vermehrt für ihre individuellen Zuständigkeiten zur Rechenschaft ziehen. Dies erhöht die Reputationsrisiken für den Verwaltungsrat und seine Schlüsselpersonen.

Trotz des öffentlich wahrgenommenen Gegenwinds zu ESG-Themen verfolgen Aktionäre ihre diesbezüglichen Agenden weitgehend weiter: Nachhaltigkeitsberichte wurden kritischer bewertet, und ein Mangel an Diversität im Verwaltungsrat ist sogar zum zweitwichtigsten Grund geworden, um gegen die Wahl eines VR-Mitglieds zu stimmen. Gleichzeitig setzen aber auch die Unternehmen ihre Bestrebungen zur Weiterentwicklung ihrer Nachhaltigkeitsinitiativen fort.

Die SWIPRA GV-Analyse 2025 untersuchte die GVs und Jahresberichte der 100 grössten Unternehmen des SPI®-Index (SPI100), die ihre Generalversammlung zwischen dem 1. Juli 2024 und dem 31. Mai 2025 abgehalten haben. Sofern nichts anders angegeben, berücksichtigen die Analysen der Aktionärs-Abstimmungsresultate keine Beteiligungen von Ankeraktionären wie Familien, strategischen Investoren oder dem Staat mit Anteil über 10%.

 

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22.04.2025 SWIPRA Newsletter - Interimsbericht Schweizer GV Saison 2025 Mehr lesen

Generalversammlungen 2025: Die stetig wiederkehrende Diskussion über Vergütungen und die Reputation von Verwaltungsräten

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Zürich, 22. April 2025 - Die Schweizer Generalversammlungssaison wurde mit der üblichen öffentlichen Kritik an Managementvergütungen eröffnet. Die Gesamtvergütung der CEOs stieg bei den 100 grössten SPI-Unternehmen, die bisher Bericht erstattet haben, im Vergleich zum Vorjahr um 11,2%, was die Debatte über die Fairness und Verantwortlichkeit der Vergütung von Führungskräften erneut entfachte. Und während die öffentliche Empörung und politische Forderung nach Gehaltsobergrenzen für Schlagzeilen sorgten, senden die Aktionäre ein anderes Signal: Die durchschnittliche Zustimmungsrate zu den Vergütungsberichten ist im Vergleich zu 2024 bisher um über 4 Prozentpunkte gestiegen. Was erklärt diese unterschiedliche Sichtweise, und wie können Unternehmen die wachsende Kluft zwischen der öffentlichen Meinung und den Erwartungen der Anleger überwinden? Dieser Newsletter wirft einen genaueren Blick auf diese Diskrepanz in der Wahrnehmung und was sie für die Verwaltungsräte der Unternehmen bedeutet.

  • Wahrnehmung Öffentlichkeit vs. Aktionäre: Die Öffentlichkeit vergleicht meist Gesamtvergütungen, währenddem sich die Aktionäre vor allem auf das Verhältnis zwischen Vergütung und Leistung konzentrieren. Unternehmen konzentrieren sich in erster Linie ebenfalls auf Letzteres, müssen aber durch eine achtsamere und transparentere Kommunikation besser auf die öffentliche Meinung eingehen. Ansonsten riskieren Verwaltungsräte (VR) einen Verlust an Glaubwürdigkeit und negative Auswirkungen auf ihre und die Reputation des Unternehmens.
  • Das Zustimmungs-Paradox: Steigende Vergütungs-Niveaus und wachsende Unterstützung durch die Aktionäre schliessen sich nicht gegenseitig aus – sofern der VR für Transparenz und die Ausrichtung der Vergütung an der erreichten Leistung sorgt.
  • Benchmarking muss überdacht werden:  Vergütungsausschüsse müssen bei der Definition von Vergleichsgruppen (Peer Groups) sensibler und bei der Begründung ihrer Auswahl von Vergleichsunternehmen transparenter werden.
  • Vergütungsausschüsse müssen sich mehr engagieren: Sie sind zunehmend exponiert, ambitioniertere Leistungs-Ziele zu setzen, Sonderzahlungen zu rechtfertigen und die Offenlegung insgesamt zu verbessern. Dies ist entscheidend für die Glaubwürdigkeit des gesamten VR.
  • Politik vs. Pragmatismus: Die momentan diskutierte mögliche Einführung von Gehaltsobergrenzen birgt das Risiko unbeabsichtigter Folgen. Ein mangelndes Engagement von VRs und Aktionären in Vergütungsfragen könnte den Gesetzgeber jedoch, beeinflusst von der öffentlichen Meinung, zum Handeln bewegen.
  • Bisherige Ergebnisse der GVs: 12,5% der Vergütungsberichte erhielten weniger als 80% Zustimmung (gegenüber 29,6% in derselben Periode 2024) und ein Bericht erhielt keine Mehrheit (n=28). Nachhaltigkeitsberichte wurden im Durchschnitt mit 96,3% etwas weniger deutlich genehmigt als vor einem Jahr (99,3%).
  • Die durchschnittliche jährliche Gesamtvergütung der CEOs liegt für 2024 bei CHF 3,92 Mio., was einem Anstieg von 11,2% gegenüber dem Vorjahr entspricht (unter Berücksichtigung der bisher veröffentlichten Beträge). Das Vergütungs-Niveau der 10 höchst-bezahlten CEOs lag bei CHF 12,03 Mio., was einem Anstieg von 9,6% entspricht. 
16.04.2025 Expert Focus: NACHHALTIGKEIT, GOVERNANCE UND BERICHTERSTATTUNG SWIPRA Publikation Mehr lesen

Einen Beitrag von SWIPRA im Expert Focus zur Sicht des Markts auf die Entwicklung der Nachhaltigkeitsberichterstattung über die letzten zehn Jahre hinweg. Download Summary (ganzer Artikel erhältlich hier: https://www.expertsuisse.ch/e-bibliothek

20.02.2025 SWIPRA Ausblick Schweizer GV-Saison 2025 Mehr lesen

Ausblick auf die GV-Saison 2025: Herausforderungen, VR Reputation und Stakeholder-Management

Zürich, 20. Februar 2025 – Wie im Hinblick auf die Generalversammlungen (GV) Entscheidungen getroffen und diese den Aktionären kommuniziert werden, haben einen immer grösseren Einfluss auf die Reputation von Oberleitungsgremien und deren Unternehmen. GVs sind längst keine reinen Pflichtübungen mehr. Vielmehr sollten sie als wichtiges Kommunikationselement für die oberste Führungsebene eines Unternehmens verstanden werden. Eine transparentere Kommunikation zur Entwicklung und zur Zusammensetzung des Verwaltungsrats, eine klare Darstellung der Vergütungsthemen sowie Transparenz zur strategischen Relevanz der Nachhaltigkeitsinitiativen stehen daher erneut im Zentrum der diesjährigen GVs. Gleichzeitig sind Unternehmen weiterhin mit divergierenden Anforderungen der verschiedenen Anspruchsgruppen konfrontiert.

Es scheint, gewisse Governance-Themen bleiben uns einfach erhalten. Nebst einem umsichtigen Umgang mit den herausfordernden geopolitischen Entwicklungen und Massnahmen zur Stärkung der Resilienz ihrer Unternehmen, müssen sich Verwaltungsräte permanent mit den reputationsrelevanten Themen Vergütung und Nachhaltigkeit und deren externen Wahrnehmung auseinandersetzen. Die Managemententschädigungen in der Schweiz wurden von institutionellen Aktionären auch in 2024 als (zu) hoch wahrgenommen. Gleichzeitig wurde die Transparenz bei der variablen Vergütung auch mehr als zehn Jahre nach der Minder-Initiative weiterhin als unzureichend eingestuft. Vor diesem Hintergrund werden die Vergütungsausschüsse 2025 erneut besonders stark im Fokus stehen.

Regulatorisch bedingt wird der Umfang der 2025 zu publizierenden Nachhaltigkeitsberichte weiter zunehmen. Die neuen Offenlegungspflichten führen zu noch mehr Datenpunkten, die den Marktteilnehmern für ihre Analysen zur Verfügung stehen werden. Für Unternehmen ist es zentral, zu verstehen, wie diese Informationen verwendet werden und welche Datenpunkte für die verschiedenen Anspruchsgruppen von besonderer Relevanz sind. Nur so können mögliche Falschinterpretationen wichtiger Marktteilnehmer wie institutionellen Anlegern, Rating-Agenturen und Stimmrechtsberatern verhindert oder zumindest adressiert werden. Gleichzeitig muss in den Führungsgremien weiterhin das Verständnis gestärkt werden, welche nicht-finanziellen Zielsetzungen tatsächlich von strategischer Relevanz sind, um eine glaubwürdige Kapitalallokation darzulegen.

Für die GVs 2025 ist zu erwarten, dass Aktionäre für ihre Zustimmung zu Nachhaltigkeitsberichten zunehmend auch die Wirksamkeit und die Nachvollziehbarkeit der ergriffenen Massnahmen im Bereich Nachhaltigkeit beurteilen.

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28.11.2024 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2024 SWIPRA Newsletter Mehr lesen

12. SWIPRA Corporate Governance Umfrage: Governance-Praktiken mit strategischen Zielen in Einklang bringen

Zürich, 28. November 2024 – Die SWIPRA Governance Studie 2024 unterstreicht die Bedeutung einer Anpassung der Governance-Praktiken an neue Herausforderungen und die Erwartungen der Stakeholder. Eine verstärkte Transparenz bei der Entwicklung des Verwaltungsrats (VR), ein gemeinsames Verständnis zur Abstimmung zum Nachhaltigkeitsbericht, die Berücksichtigung von Reputationsrisiken bei Vergütungen und eine breitere Einbindung der Stakeholder sind entscheidend für die Schaffung langfristiger Werte und den Aufbau einer stärkeren Reputation.

VR-Wahlen bleiben auch 2024 das wichtigste Traktandum an Generalversammlungen (GV). Dennoch haben Aktionäre nur ein sehr begrenztes Verständnis dafür, wie sich VRs selbst bewerten und über die Zeit entwickeln, sodass die Zusammensetzung des Gremiums auch mit den Herausforderungen und der Strategie des Unternehmens in Einklang steht. Ein besseres Verständnis hierzu würde die Glaubwürdigkeit von VRs stärken, da dessen strategisch relevante Arbeit von den Aktionären besser verstanden würde. 

Der Austausch mit wichtigen Anspruchsgruppen nebst den Aktionären wird als wichtiges Instrument für das Reputationsmanagement und die Schaffung langfristiger Werte gesehen. Den Umfrageergebnissen zufolge konzentrieren sich die VRs jedoch weitgehend auf den Dialog mit ihren Aktionären. Eine Ausweitung auf weitere Stakeholder würde dem VR ein besseres und ungefiltertes Verständnis der Aussenwahrnehmung des Unternehmens ermöglichen, womit eine breiter abgestützte, strategisch relevante Perspektive entwickelt werden kann.
 
Die neu eingeführte Abstimmung zum Nachhaltigkeitsbericht hatte einen positiven Einfluss auf die Qualität der Offenlegung. Damit die Aktionäre ihre neuen Rechte sinnvoll nutzen können, müssen sie jedoch das Ziel dieser Abstimmung, also über welche Punkte im Zusammenhang mit der Nachhaltigkeit sie genau befinden müssen, noch besser verstehen. Die derzeit hohen Zustimmungsraten an den GVs spiegeln nicht wider, wie die Aktionäre die Nachhaltigkeitsbemühungen und -leistungen der Unternehmen tatsächlich bewerten.

Bei den Ablehnungen von Vergütungsberichten liegt die Schweiz europaweit nach wie vor an der Spitze. Dies ist vor allem auf das vergleichsweise hohe Vergütungsniveau und die unzureichende Transparenz der Vergütung im Verhältnis zur Leistung zurückzuführen. Die Auswahl von Vergleichsunternehmen, die Transparenz der Leistungsbeurteilung oder die Ausgestaltung der Anreizstrukturen sind besonders kritische Punkte. Die Umfrage zeigt auch, dass hohe Managergehälter nicht nur den Ruf des Unternehmens beeinträchtigen, sondern auch die Glaubwürdigkeit des VRs und insbesondere die Reputation der Führungskräfte, die diese Vergütungspakete erhalten, negativ beeinflussen. 

Die Studie zeigt zudem eine gespaltene Meinung zum Vorstoss des Bundesrats, die Nachhaltigkeitsberichterstattung in der Schweiz an die EU-Standards anzupassen. Schweizer Unternehmen und Aktionäre sprechen sich gegen eine Angleichung aus, im Gegensatz zu nicht-schweizerischen Aktionären. Ihr Motiv erscheint klar: Ein Angleich erleichtert die Vergleichbarkeit. Andere Aspekte werden jedoch nicht ausreichend berücksichtigt.

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15.10.2024 SWIPRA Stellungnahme Vernehmlassung Transparenz über Nachhaltigkeitsaspekte SWIPRA Positionspapier Mehr lesen

Eine Kurzfassung unseres Positionspapier zur Vernehmlassung Transparenz über Nachhaltigkeitsaspekte finden Sie hier.

28.06.2024 SWIPRA Newsletter - SWIPRA GV Analyse 2024 SWIPRA Newsletter Mehr lesen

SWIPRA GV Analyse


Beobachtungen aus der Schweizer GV-Saison 2024 und 10 Jahre „Minder“

Zürich, 27. Juni 2024 – Die GV-Saison 2024 markiert auch das 10-jährige Bestehen der Aktionärs-Mitsprache zu Vergütungen (Minder-Initiative) in der Schweiz. Die Analyse von SWIPRA zeigt ein Rekordniveau an Gegenstimmen bei Vergütungsfragen. Seit Beginn der Mitsprache fordern Aktionäre mehr Transparenz bei variablen Vergütungen, in neuerer Zeit betrifft dies insbesondere die Boni für das Erreichen von ESG-Zielen. Solche Anreizkomponenten sind inzwischen weit verbreitet, werden jedoch selten klar dargelegt.

Während die Geschlechterrepräsentanz im Verwaltungsrat (VR) zunehmend voranschreitet, verlagern die Aktionäre angesichts wachsender globaler Herausforderungen ihren Fokus auf andere Aspekte der Diversität. VRs müssen über geschäftsrelevante Fähigkeiten und Erfahrungen verfügen, um strategischen Herausforderungen zu begegnen und deutlicher werdenden Erwartungen der Stakeholder gerecht zu werden. Oftmals fehlt hier jedoch noch die nötige Transparenz.

Obwohl die neuen GV-Abstimmungen über die nicht-finanziellen Berichterstattungen 2024 durchwegs positiv ausfielen, kann ein solches Ergebnis für zukünftige GVs nicht als gewiss angesehen werden. Unternehmen stehen zunehmend unter Beobachtung von Aktionären und anderen wichtigen Stakeholdern, um im Einklang mit ihren ehrgeizigen (Nachhaltigkeits-) Zielen zu handeln, wobei das Management und der VR vermehrt in die Verantwortlichkeit genommen werden.

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22.02.2024 SWIPRA Newsletter - Ausblick GV Saison 2024 Mehr lesen

Schweizer GV-Saison 2024 – Zunehmend kontroverse Aktionärsabstimmungen mit Nachhaltigkeit als Ursprung

Zürich, 22. Februar 2024 - Die kommende GV-Saison wird einige kontroverse Diskussionen bereithalten. SWIPRA erwartet einen verstärkten Fokus auf

·     die Zusammensetzung des Verwaltungsrats, 

·     eine insgesamt gute Corporate Governance, sowie

·     die Verantwortlichkeit von einzelnen Verwaltungsratsmitglieder.

Abgesehen von den ständig steigenden Erwartungen an eine glaubwürdige Führung in einem herausfordernden Geschäftsumfeld hängt dies auch mit folgenden Faktoren zusammen:

·     Zunehmend kontroverse Ansichten der verschiedenen Stakeholder über die Bedeutung und Umsetzung von Nachhaltigkeitsmassnahmen.

·     Erneut aufkeimende Kritik an den Vergütungsmodellen, insbesondere an den leistungsbezogenen Entschädigungen und die Höhe der Boni. 

Als neuer gemeinsamer Ursprung für all diese Brennpunkte ist nicht zuletzt auch die bevorstehende Abstimmung der Aktionäre über den nicht-finanziellen Bericht für eine Mehrzahl von börsennotierten Unternehmen in der Schweiz auszumachen. 

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23.11.2023 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2023 SWIPRA Newsletter Mehr lesen

11. SWIPRA Corporate Governance Umfrage: Von der Zielsetzung in die Umsetzung – Wo steht die Schweiz bezüglich Nachhaltigkeit

Zürich, 23. November 2023 – Schweizer Unternehmen haben Nachhaltigkeit mehrheitlich in ihrer Strategie verankert, und ihre institutionellen Aktionäre verstehen besser, was dies für die Zusammensetzung des Verwaltungsrates (VR) oder die Kapitalallokation bedeutet. Dennoch steht die Umsetzung der Nachhaltigkeitstransformation erst am Anfang: Gemäss der elften Corporate Governance Umfrage von SWIPRA sehen sich fast zwei Drittel der Unternehmen in einem Prozess, um ihre Produkte nachhaltiger zu machen, aber erst ein Viertel erkennt merkliche Veränderungen in ihrer Unternehmenskultur. Die Aktionäre wiederum sind kritisch, ob die aktuellen VRs für den erforderlichen Wandel richtig aufgestellt sind. Investoren sehen auch aktuelle geopolitische Unsicherheiten weniger stark als Hindernis für Nachhaltigkeit als die Unternehmen.


Mit Blick nach vorn rücken Daten und deren Qualität in den Fokus: Unternehmen und Aktionäre erkennen mehrheitlich, dass es punkto Nachhaltigkeitsdaten Verbesserungen braucht, wobei deren Erhebung als bis zu doppelt so aufwändig wie bei Finanzdaten eingeschätzt wird. Bei der Deutung von Daten kommen vermehrt auch NGOs ins Spiel, die verstärkt auf eine indirekte Einflussnahme via Aktionäre zu setzen scheinen. Um bei der Meinungsbildung nicht aussen vor zu bleiben, tun Unternehmen gut daran, einen aktiven Dialog mit ihren Aktionären zu pflegen. Auch beim Dauerbrenner-Thema Vergütung werden Daten zum Faktor: Nur 10% der Aktionäre halten die Nachhaltigkeitsdaten für zuverlässig genug, um sie in Vergütungssystemen zu berücksichtigen.


In der kommenden GV-Saison 2024 werden erstmals auf breiter Basis die Nicht-finanziellen Reports (NFRs) den Aktionären vorgelegt. 77% der Unternehmen erwarten Zustimmungsraten von über 90%, 33% der Aktionäre hingegen solche unter 90% und 19% unter 80%.

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04.10.2023 Publikation des 1. Swiss Stewardship Code Mehr lesen

SWIPRA Services ist stolz darauf am ersten Swiss Stewardship Code mitgewirkt zu haben. Dieser wurde kürzlich veröffentlicht. Herunterladen

Er ist das Ergebnis der Bemühungen, die SWIPRA vor über fünf Jahren unternommen hat, um das gegenseitige Verständnis im Schweizer Markt in Bezug auf gutes Stewardship zu verbessern und zu fördern.

21.06.2023 SWIPRA Newsletter - SWIPRA GV Analyse 2023 SWIPRA Newsletter Mehr lesen

SWIPRA GV Analyse


Beobachtungen aus der Schweizer GV-Saison 2023: Reputation im Fokus

Zürich, 21. Juni 2023 – In der GV-Saison 2023 sahen sich Verwaltungsräte erneut mit höheren Erwartungen seitens ihrer Stakeholder konfrontiert. Sie wurden insbesondere von ihren Aktionären kritischer beurteilt, die zusammen mit ihren Stimmrechtsberatern bei der Beurteilung der Verwaltungsräte eine immer differenziertere Sichtweise einnehmen. Folglich wurden Verwaltungsrats- und Verwaltungsratsausschuss-Präsidenten für Probleme in ihren jeweiligen Zuständigkeiten kritischer beurteilt.

Die Höhe der CEO-Vergütungen wird vermehrt unter die Lupe genommen, nicht nur aufgrund steigender Vergütungspakete für Führungskräfte, sondern auch aufgrund der unterschiedlichen Entwicklung der Gehaltsniveaus von Management und Mitarbeitenden. Die Berücksichtigung von ESG-Anreizen in der Managementvergütung nahm erneut zu, die damit verbundenen Ziele und die daraus resultierenden Vergütungen bleiben externen Beobachtern jedoch überwiegend unklar.

75% der Unternehmen behandeln das Thema ESG im Gesamt-VR, nur 25% haben ein spezielles «Sustainability Committee» gebildet. Über ESG-Themen wird mit über 80% überwiegend nach dem GRI-Standard berichtet, nur wenige Unternehmen setzen bislang TCFD um. Und etwas mehr als die Hälfte der SPI100-Unternehmen publizierte ihre nicht-finanziellen Informationen über ESG als Teil des Geschäftsberichts, wobei 40% diese Berichterstattung extern überprüfen liessen.

Der durchschnittliche Frauenanteil in den Verwaltungsräten der grössten 100 Unternehmen hat mittlerweile die Schwelle von 30% knapp überschritten.

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05.02.2023 AGMs 2023 and beyond – Ready for your stakeholders’ expectations? Mehr lesen

AGMs 2023 and beyond – Ready for your stakeholders’ expectations?

Zurich, February, 2023 – The first post-Corona physical AGM season will require Boards to take important decisions with respect to shareholder interaction, compensation arrangements and stakeholder dialogue.

The amended Swiss corporate law will require approvals of updated Articles of Association, and while many of the proposed changes just reflect regulatory necessities, proposals concerning virtual AGMs, or the capital band (replacing the authorized capital) leave companies room for choice. These items thus require transparent communication and explanations of the decision taken to avoid misconceptions at AGM votes.

Compensation will remain in the spotlight. The economic impacts from the pandemic and the geopolitical turmoil leave Boards with the obligation to ensure that the income gap between management and employees does not grow any further. Boards should use this opportunity to also reconsider whether existing compensation structures still serve the purpose. Not least because companies so far do not explain well how long-term strategically relevant targets as well as their key stakeholders’ expectations are reflected in their pay policies. Companies should also pay attention to the revised Swiss Code of Best Practice in Corporate Governance (“Code”) that was recently published. With its integrated view on sustainability, the Code asks Boards to take shareholder and more general stakeholder views into consideration when taking strategic decisions. Aligned with international market developments of the recent past, the Code encourages Boards to engage regularly with their key share- and stakeholders. Together with the new level of transparency needed in view of the upcoming shareholder vote on the non-financial report in 2024, Boards are required to establish a solid stakeholder interaction that goes beyond a “classical” financial roadshow.

30.01.2023 On the 2023 ESG Committee Agenda (English) SWIPRA Contribution Mehr lesen

An joint article from KPMG and SWIPRA on the ESG agenda for boards towards the 2023 AGM season. Read here.

10.01.2023 Board efficiency and effectiveness: The key for strategic success (English) SWIPRA Contribution Mehr lesen

An Article by SWIPRA in the NICG Newsletter 2023. Read here.

19.12.2022 SWIPRA Investor Think Tank mit neuen Mitgliedern und Erweiterung des Fokus auf Stewardship & Engagement (German) Mehr lesen

SWIPRA Services Ltd is pleased to announce three new members to its Panel of Investors. Five years ago, SWIPRA established a Think Tank with the goal of promoting good corporate governance in Switzerland and of fostering dialogue and mutual understanding between shareholders and companies. It consists of an investor (“Panel of Investors”) and an issuer (“Panel of Experts”) chapter.

The three new members are senior ESG and engagement professionals, bringing distinct and deep knowledge and experience in active ownership to the Think Tank, and represent the largest Swiss asset managers: Credit Suisse Asset Management, Pictet Asset Management, and UBS Asset Management.

The goal of the extended SWIPRA Panel of Investors is to work towards a common understanding of good stewardship and a collaborative engagement structure for the Swiss capital market. It is the group’s intention to promote a high-quality engagement dialogue between institutional shareholders and listed Swiss companies on corporate governance and sustainability.      

30.11.2022 Leadership des Verwaltungsrats und die bevorstehende GV-Saison - Artikel im KPMG Board Leadership Center Newsletter Mehr lesen
Ein Artikel von SWIPRA im KPMG Board Leadership Center Newsletter zum Leadership des Verwaltungsrats und der bevorstehenden GV-Saison.
29.11.2022 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2022 Mehr lesen

10 Jahre SWIPRA Corporate Governance Umfrage: ESG ist zum wichtigsten Engagement-Thema geworden, trotzdem sind sich Aktionäre und Unternehmen punkto Nachhaltigkeit noch uneins

Zürich, 29. November 2022 – In der 10. SWIPRA Corporate Governance Umfrage bei institutionellen Aktionären und Unternehmen rangiert ESG erstmals als Top-Thema der Engagement-Gespräche. Gleichzeitig zeigt die Umfrage, dass beide Seiten einen Grund, warum sich die Wirtschaft zu langsam auf die globalen Klimaziele zubewegt auch beim Gegenüber sehen: Für 56% der Unternehmen bremst die kurzfristige Renditeoptimierung der Investoren die Fortschritte Richtung Klimaziele; 47% der Investoren wiederum sehen die Ursache dafür in den kurzfristig orientierten Vergütungssystemen der Unternehmen. Auch die Vergütungsthematik, die zu Beginn der SWIPRA-Umfragereihe vor zehn Jahren im Zentrum stand, wird mittlerweile stark aus dem Blickwinkel von ESG beurteilt. 74% der Aktionäre kritisieren, dass ESG-Ziele zu wenig Gewicht in der Vergütungsstruktur der Unternehmer haben. Diskussionsbedarf gibt es zudem mit Blick auf die Generalversammlungen im Jahr 2024: Zum einen gibt es beim Say-on-Sustainability, also der Abstimmung über die Nicht-finanzielle Offenlegung, unterschiedliche Ansichten über die erforderliche Substanz im Reporting. Zum anderen ist vielen Aktionärinnen und Aktionären noch unklar, dass Ihre Rechte unverändert bleiben, unabhängig davon, ob eine GV im Jahr 2024 virtuell oder physisch durchgeführt werden wird.

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Frühere Umfragen

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04.07.2022 SWIPRA Stellungnahme im Rahmen des Vernehmlassungsverfahrens zur Verordnung über die Berichterstattung über Klimabelange (TCFD) SWIPRA Positionspapier Mehr lesen
Die Stellungnahme von SWIPRA zur Vernehmlassung betreffend TCFD-Reporting. Hier lesen
30.06.2022 SWIPRA Newsletter - GV Analyse 2022 SWIPRA GV Analyse Mehr lesen

Erkenntnisse aus der Schweizer GV-Saison 2022:
Mehr Frauen im VR, höhere Management-Vergütungen, unklare ESG-Vergütungkriterien und mehr Druck auf die VRs

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Zürich, 30. Juni 2022 - Wahlen von Verwaltungsräten (VR) machten erneut die Mehrheit (67%) der Traktanden mit dem höchsten Anteil Gegenstimmen der Schweizer Generalversammlungs (GV)- Saison 2022 aus. Der Fokus lag vor allem auf der individuellen Rolle von VRs, etwa als VR- oder Ausschussvorsitzende. Vorsitzende von Nominierungsausschüssen von Unternehmen mit einem Frauenanteil unter 30% im VR erhielten mehr als doppelt so viele Dagegen-Stimmen. Dies betraf 5 SMI- (2021: 11) und 51 (2021: 64) Nicht-SMI-Unternehmen mit weniger als 30% Frauen im VR. Die durchschnittliche VR-Vertretung von Frauen erreichte insgesamt 28,5% (34,4 % bei SMI-Unternehmen, die damit erstmals die 30 %-Hürde überschritten, und 27,0 % bei Nicht-SMI-Unternehmen). Die Vergütungen der CEOs stiegen in den SPI100-Unternehmen im Durchschnitt um 27,3%, zurückzuführen auf höhere Bonuszahlungen, während das Einkommensverhältnis zwischen dem CEO und dem durchschnittlichen Mitarbeiter («Pay Ratio») von 24,4x auf 29,9x anstieg. Der Anteil SPI100-Unternehmen mit ESG-Kriterien in der Managementvergütung stieg von 24% in 2021 auf aktuell 47%, wobei diese Kriterien in fast 60% der Fälle unerklärt bleiben. Weltweit haben die Investoren und die Stimmrechtsberater bei der Bewertung von Nachhaltigkeitsberichten oder -strategien mehr als doppelt so viele Dagegen-Stimmen/Empfehlungen abgegeben wie in den Vorjahren. Die Ergebnisse vergangener GVs sind daher möglicherweise ein schlechter Indikator für kommende Abstimmungen zum Nachhaltigkeitsbericht in der Schweiz. Nicht-SMI-Unternehmen berichten zu ESG zunehmend nach dem GRI- (62%, gegenüber 52% im Vorjahr) und CDP-Standard (30%, gegenüber 14%). TCFD wurde nur bei den SMI-Unternehmen (85%, gegenüber 65% im Vorjahr) vermehrt eingeführt. Derzeit läuft noch die Vernehmlassung zur Verordnung des <Bundesrates, TCFD als Standard für die Klimaberichterstattung zwingend einzuführen. Bei Nicht-SMI Unternehmen findet der TCFD-Standard offenbar aber nur wenig Rückhalt.

 

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02.06.2022 KPMG Schweiz und SWIPRA Services bündeln ihre Kräfte und bieten neu gemeinsame ESG Dienstleistungen und Lösungen für Schweizer Kunden an Mehr lesen

KPMG Switzerland and SWIPRA Services are delighted to announce a partnership in the field of ESG (Environmental, Social, Governance). By joining forces and combining our longstanding, complementary expertise, we can provide clients with a comprehensive range of services to address strategic challenges, stakeholder requests, shareholder expectations, and the fast-paced regulatory developments concerning ESG.

Cover_ESGJourneyIt is our overarching goal to support clients in their strategy and reporting processes and help them build a resilient, long-term business contributing to social welfare and a more sustainable environment. Our portfolio of services includes:

  • Corporate Governance: We support companies and their boards of directors in driving the
    strategic integration of environmental and social factors through workshops, training, and board
    assessments and help enhance overall governance structures, board organizations, and non-
    financial processes.
  • AGM Preparations, Stakeholder Expectations & Engagements: Boards of Directors are
    increasingly exposed to questions and criticism related to ESG. We support you in your
    communication and engagement efforts to address your key stakeholders’ expectations, cope with
    ESG activism from proxy advisors and institutional shareholders and help you prepare your AGM.
  • Strategic ESG Integration: Together with our clients, we define material ESG factors, derive key
    business processes and help with relevant strategic decisions such as capital allocation,
    compensation, and incentives as well as related corporate reporting and communication.
  • Risk Management & Assurance: We help address diverse aspects related to strategic ESG factors
    in your risk management framework and provide respective assurance services.
17.05.2022 Medienmitteilung | Multi Stakeholder-Dialog zu ESG-Regulierung und Erwartungen - Viele offene Fragen zu ESG und Offenlegung Mehr lesen

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Die Medienmitteilung mit den wichtigsten Erkenntnissen zum gemeinsam mit Swissholdings durchgeführten Anlass zu ESG-Regulierungen und Erwartungen.

17.05.2022 Medienmitteilung | Multi Stakeholder-Dialog zu ESG-Regulierung und Erwartungen - Viele offene Fragen zu ESG und Offenlegung SWIPRA Medienmitteilung Mehr lesen
Die Medienmitteilung mit den wichtigsten Erkenntnissen zum gemeinsam mit Swissholdings durchgeführten Anlass zu ESG-Regulierungen und Erwartungen. Mehr erfahren
13.04.2022 Medienmitteilung - SWIPRA «Mid-Term» GV-Analyse: Aktuelle Beobachtungen zu ESG und Investorenverhalten Mehr lesen

SWIPRA Analyse


Medienmitteilung zu einer ersten Zwischenbilanz der Schweizer GV-Saison 2022

Die Hälfte der GV-Saison 2022 ist vorbei und erlaubt eine erste Einschätzung der Entwicklungen. Die GVs wurden dem Covid-Regime entsprechend im dritten Jahr in Folge meist ohne Präsenz der Aktionäre abgehalten, wobei den Aktionären mehrheitlich die Möglichkeit einer Interaktion im Vorfeld ermöglicht wurde. Die an den bisherigen GVs vertretenen Stimmen sind auf dem Niveau des Vorjahres und gegenüber der Vor-Corona-Periode sogar leicht höher. Die CEO-Vergütungen für das Jahre 2021 sind auf breiter Basis gestiegen, wobei dies nicht auf generelle Lohnerhöhungen, sondern vor allem auf höhere Bonuszahlungen zurückzuführen ist. Für Aktionäre sind diese höheren Vergütungen aufgrund besserer Geschäftsergebnisse offenbar mehrheitlich gerechtfertigt: Der Anteil Dagegen-Stimmen zu den Vergütungsberichten blieb bislang praktisch unverändert gegenüber dem Vorjahr. Nachhaltigkeitsinformationen werden von den Unternehmen auf breiter Basis nach dem GRI-Standard offengelegt. Insbesondere mittlere und kleinere Unternehmen meiden das vom Bundesrat als Obligatorium vorgeschlagene TCFD-Framework. Die gleichmässigere Verteilung der Geschlechter im VR wird dieses Jahr von den Investoren konsequenter eingefordert. Unternehmen mit weniger als 30% Vertretung beider Geschlechter werden sowohl von Stimmrechtsberatern als auch Investoren deutlich kritischer beurteilt.

30.03.2022 Board leadership and the upcoming AGM season (English) SWIPRA Contribution Mehr lesen

An Article by SWIPRA in the NICG Newsletter 2023. Read here.

22.02.2022 Ausblick für Nominations- und Vergütungsausschüsse: Wichtige Themen für 2022 und darüber hinaus Mehr lesen

Publikation mit SWIPRA Beteiligung


Eine Übersicht zu aktuellen und kommenden Herausforderungen für Verwaltungsrats-Mitglieder in Nominations- und Vergütungsausschüssen, entwickelt in Zusammenarbeit mit dem KPMG Board Leadership Center:

24.01.2022 SWIPRA Newsletter - Ausblick GV Saison 2022 Mehr lesen

GV Saison 2022 – Sind Sie bereit?

Zürich, 24. Januar 2022 – Die anstehenden Generalversammlungen (GVs) werden voraussichtlich erneut mehrheitlich ohne Aktionäre stattfinden. Der Fokus wird auf der konsequenten Integration der während den Pandemiejahren gemachten Versprechen in die Unternehmensstrategien liegen. Das betrifft die Höhe und Struktur der Vergütungen, die Allokation von Kapital oder die Zusammensetzung und Arbeitsweise des Verwaltungsrats (VR). Letzterer hat die Verantwortung, seinen Stakeholdern die entsprechenden strategischen Ziele sowie den angestrebten Weg zu deren Erreichung aufzuzeigen und zwischen gegensätzlichen Ansprüchen zu vermitteln. Ansätze und Erfahrungen, wie dies in der Praxis gehandhabt wird, sind am SWIPRA Umfrage Anlass im Dezember 2021 diskutiert worden. Insbesondere wurde die Rolle des Stakeholder-Dialogs und die Leadership des VRs unterstrichen. An den kommenden GVs sind folgende Fragen speziell im Fokus für den VR:

  • wie er die Verantwortung zu ESG übernimmt;
  • wie er die Vergütungen des Managements im Vergleich zu den Mitarbeitenden setzt;
  • wie er die Interaktion mit den Aktionären vor oder während der GV 2022 gewährleistet;
  • wie er eine ausreichende (geschlechterspezifische) Diversität im VR sicherstellt, und
  • wir er die Auswirkungen allfällig beantragter Statutenänderungen aufgrund der Aktienrechtsrevision seinen Aktionären erklärt.
  • Die Diskussion zur Mitsprache der Aktionäre zur Nachhaltigkeit («Say-on-Sustainability») sollte jetzt beginnen, um ein gemeinsames Verständnis zwischen Unternehmen und Stakeholdern zum zugrunde liegenden nicht-finanziellen Bericht zu schaffen.
  • Unternehmen mit Ankeraktionären können sich nicht mehr nur auf Ihre oft sehr positiven GV-Ergebnisse verlassen. Aktuelle Beispiele legten die ESG-Sensitivitäten der Öffentlichkeit und des Kapitalmarkts offen, oft mit Konsequenzen für die Reputation des Unternehmens, die wahrgenommene Verantwortung des VRs und die Höhe der Kapitalkosten.

Für VRs stellt sich die Frage: Sind Sie bereit für das, was kommt?

10.11.2021 SWIPRA Newsletter - ESG Entwicklungen Mehr lesen

Aktuelle ESG-Themen für Verwaltungsräte und Management: Are you ready?


Zürich, 10. November 2021 – Wir werden mit ESG-Themen konfrontiert, immerzu, tagtäglich. Was aber ist für die Governance relevant und sollte Beachtung finden? In diesem Newsletter bewerten, qualifizieren und kommentieren wir aktuelle Entwicklungen und zu erwartende Herausforderungen.
 
Verwaltungsräte und Führungskräfte müssen verstehen, was aktuelle Themen zu ESG für ihr Geschäftsmodell bedeuten und wie dies ihre Strategie beeinflussen kann:
 
  • Ein isolierter ESG-Ansatz, bei dem Nachhaltigkeit einer operativen "ESG-Stelle" zugewiesen wird, reicht nicht mehr aus.
  • Unternehmen müssen sich der anspruchsvollen Aufgabe stellen, die grundlegendsten Aspekte ihrer etablierten Geschäfte zu überdenken.
  • Damit müssen sich Unternehmen von der bisher eher kurzfristig orientierten Denkweise an den Kapitalmärkten und dem kontinuierlichen Benchmarking verabschieden und Ressourcen für ihre langfristig erfolgreiche Entwicklung einsetzen, auch wenn dies kurzfristig zu negativen Auswirkungen auf Umsatz und Gewinn führt.
ESG-bezogene Herausforderungen und Chancen müssen gleichermassen bewertet werden - dies macht das Thema zum vielleicht wichtigsten Aspekt der heutigen Verwaltungsratspraxis. Unternehmen müssen dabei berücksichtigen, dass ESG-Regulierungen auf lokaler und internationaler Ebene ihre institutionellen Aktionäre treffen und sich damit auch auf das Unternehmen und seine Reputation auswirken können.
07.10.2021 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2021 Mehr lesen

SWIPRA Corporate Governance Survey


Nachhaltig und profitabel in die Zukunft – Kann der Verwaltungsrat allen Ansprüchen gerecht werden?

Zürich, 8. Dezember 2021 – Die Resultate der 9. SWIPRA Corporate Governance Umfrage bestätigen die zentrale Rolle der Corporate Governance für eine erfolgreiche Integration von Nachhaltigkeit in die Unternehmens-strategie. Die Umfrage zeigt, dass Schweizer Verwaltungsräte (VR) grundsätzlich gut aufgestellt sind: Institutionelle Aktionäre bringen den Schweizer VRs ein hohes und gar gestiegenes Vertrauen entgegen. Aus Sicht der Aktionäre übernimmt der VR aber bei sozialen («S») und ökologischen Themen («E») noch zu wenig Verantwortung. Dies, weil es oft unklar bleibt, inwieweit E&S in strategische Entscheide einfliessen – vom Geschäftsmodell über Vergütung, Leadership und damit verbunden die VR-Zusammensetzung bis hin zur Kapitalallokation, also Investitionen beispielsweise in neue Technologien. Eine klare Mehrheit der Unternehmen ist denn auch daran, Geschäftsmodelle, interne Strukturen sowie Verantwortlichkeiten zu durchleuchten und allenfalls anzupassen, sowie die Offenlegung zu ESG-Themen umfassend zu überarbeiten. Ab 2024 muss an der Generalversammlung (GV) über diese Berichterstattung befunden werden, was gemäss einer überwiegenden Mehrheit der Umfrageteilnehmer in einer konsultativen Abstimmung geschehen sollte. Es gilt nun, intern und extern zu verstehen, welche Chancen und Risiken dem Unternehmen aus dem E&S-Bereich erwachsen und welche strategischen Anpassungen allenfalls vorgenommen werden sollten. Dies ist Voraussetzung dafür, dass in Zukunft nicht nur das Vertrauen in die Governance hoch ist, sondern auch die Integration von E&S in die Geschäftsmodelle besser verstanden wird. Die Umfrage liefert zudem Erkenntnisse zu Themen wie ESG-Reporting Standards und Inhalte des Nicht-finanziellen Reporting (NFR), E&S in Vergütungsplänen, dem Aktionärsdialog und die Durchführung der GV.

Frühere Umfragen

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24.06.2021 SWIPRA Newsletter - GV Analyse 2021 Mehr lesen

Schweizer Generalversammlungen 2021: Kritischere Aktionäre wünschen mehr Mitsprache

Zürich, 24. Juni 2021 – Aktionäre, die zu Umwelt- und Sozialthemen aktivistischer werden und auch über nicht-finanzielle Belange abstimmen möchten, Diskussionen um das richtige Format einer Generalversammlung, Stimmrechtsberater, deren Empfehlungen sich nur bedingt im Stimmverhalten grosser Aktionäre widerspiegeln, Vergütungsentscheidungen, die nicht mehr nur finanzielle Kennzahlen reflektieren sowie Diversitätserwartungen, die sich verstärkt in VR-Wahlen widerspiegeln: Die Erkenntnisse aus der GV-Saison 2021 werden Investoren und Unternehmen noch längere Zeit begleiten. Und das COVID-Jahr führte vor Augen, wie zentral eine gute Corporate Governance ist, was sie alles umfasst sollte und wie die Governance die Reputation der Unternehmen prägt.

Vorjahre

SWIPRA GV-Analyse 2020: Newsletter

SWIPRA GV-Analyse 2019: Newsletter

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05.02.2021 Expert Fokus - Non-financial Reporting nach Annahme des Gegenvorschlags zur KVI SWIPRA Beitrag Mehr lesen

Ein Beitrag von SWIPRA in der Fachzeitschrift Expert Fokus zur Zukunft des Non-financial-Reportings:

Nach der Annahme des Gegenvorschlags zur Konzernverantwortungsinitiative (KVI) wird das nichtfinanzielle Reporting Pflicht. Dies bedeutet neue Herausforderungen für Verwaltungsräte und für die Prüftätigkeit. Obwohl Assurance ein wichtiger Pfei-ler des Governance-Frameworks ist, herrscht Unklarheit, was von einem Audit er-wartet werden kann und welche Rollen der externe Prüfer und die Three Lines of De-fense einnehmen. Mehr lesen...

29.01.2021 SWIPRA Newsletter - Ausblick GV Saison 2021 Mehr lesen

«Do things right and talk about it» – Nicht-finanzielle Berichterstattung im Fokus

Zürich, 29. Januar 2021 - Der Umgang mit den herausfordernden Entwicklungen im wirtschaftlichen, politischen und regulatorischen Umfeld wird immer anspruchsvoller für die Entscheidungsträger. Verwaltungsräte und Geschäftsleitungen sind die Reputationshüter der Unternehmen. Ihre Art und Weise der Unternehmensführung, der Corporate Governance sowie des ethischen und sozialverantwortlichen Handelns (Corporate Social Responsibility «CSR» oder «Ecological, Social, Governance «ESG»-Themen) stehen immer stärker im Fokus der Stakeholder. Sie sind letztendlich entscheidend für den Erfolg eines Unternehmens. Aber wie soll mit den verschiedenen Anspruchsgruppen effektiv zu kommuniziert werden? Konkretes Handeln und die Bereitschaft der Unternehmen zu mehr Transparenz und Dialog zu ESG werden erwartet. Gefordert sind aber auch die Anspruchsgruppen, diesen Dialog anzunehmen sowie die individuelle Situation eines Unternehmens zu verstehen. Es existieren zwar unzählige Reporting-Standards, Initiativen und Ratings, bisher gibt es aber keinen sinnvollen gemeinsamen Nenner, wie ein nicht-finanzielles Reporting idealerweise auszusehen hat. Die Ansichten dazu beginnen erst langsam zu konvergieren. Diese Fragestellungen lassen sich auch kaum in ein Korsett von Standards zwängen. Die künftige Verpflichtung der in der Schweiz kotierten Unternehmen das nicht-finanzielle Reporting den Aktionären zur Abstimmung vorzulegen, verdeutlicht aber die Relevanz dieser Art der Informationen und die Dringlichkeit, ein solches Reporting zu verbessern, respektive zu entwickeln.

05.01.2021 KPMG Board Leadership Center - Die nicht-finanzielle Berichterstattung als Chance für den Verwaltungsrat SWIPRA in den Medien Mehr lesen

Ein Beitrag von SWIPRA zur nicht-finanziellen Berichterstattung und die Chancen/Risiken daraus für den Verwaltungsrat. Mehr lesen

01.01.2021 KPMG Board Leadership Center - Die nicht-finanzielle Berichterstattung als Chance für den Verwaltungsrat SWIPRA in den Medien Mehr lesen

Ein Beitrag von SWIPRA zur nicht-finanziellen Berichterstattung und die Chancen/Risiken daraus für den Verwaltungsrat. Mehr lesen

08.12.2020 Reporting Insight: Corporate Governance and CSR – Disclosure and Engagements: What to expect for 2021? SWIPRA in den Medien Mehr lesen

Die wichtigsten Erkenntnisse aus der SWIPRA Umfrage 2020 zum Thema Reporting und ein Ausblick auf das Nicht-finanzielle Reporting nach Umsetzung des Gegenvorschlags der Konzernverantwortungsinitiative. Mehr lesen

03.11.2020 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2020 Mehr lesen

SWIPRA Corporate Governance Umfrage


Wegweisende neue Prioritäten in der Corporate Governance

Zürich, 3. November 2020 – Die 8. SWIPRA Corporate Governance Umfrage zeigt grundlegende Veränderungen der internationalen Marktteilnehmer hinsichtlich deren Prioritäten im Bereich der Corporate Governance, der Nachhaltigkeit und der gesellschaftlichen Verantwortung von Unternehmen (Corporate Social Responsibility «CSR»). Vom Verwaltungsrat und seinen Ausschüssen wird noch mehr Leadership und Austausch mit Aktionären sowie ein stärkerer «private to public»-Dialog mit Anspruchsgruppen der Öffentlichkeit erwartet. Vergütungssysteme orientieren sich nach Ansicht der Aktionäre zu wenig an sozialen und umweltbezogenen Prioritäten, und Anpassungen von Bonuszahlungen aufgrund von Covid-19 werden höchst kontrovers beurteilt. Die Beurteilung von CSR-Faktoren wird seitens Investoren oft mittels Umwelt- und Nachhaltigkeits-Ratings zu standardisieren versucht, wobei die Glaubwürdigkeit dieser Ratings im Markt trotz grosser Beachtung und starker Konzentration auf wenige Anbieter eher bescheiden bleibt. Stattdessen sollten sich Aktionäre vermehrt auf die von Unternehmen publizierten CSR-Informationen stützen und den Dialog dazu suchen. Die Mehrheit der institutionellen Investoren ist zudem bereit, Aktionärsanträge an GVs zu unterstützen und wünscht sich eine weitergehende Offenlegung der Unternehmen zur Sorgfaltspflicht in der weltweiten Lieferkette sowie eine Möglichkeit an der GV über den Nachhaltigkeitsbericht von Unternehmen abstimmen zu können. GVs sollen zudem in Zukunft vermehrt hybrid stattfinden. Sodann zeigt die Umfrage interessante Meinungen zur aktuellen Regulierung sowie der Mitbestimmungsrechte der Aktionäre

Previous Surveys

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03.11.2020 SWIPRA Newsletter - Aktuelle Corporate Governance Entwicklungen in der Schweiz: Relevanz und Handlungsbedarf Mehr lesen

Aktuelle Corporate Governance Entwicklungen in der Schweiz: Relevanz und Handlungsbedarf

Kürzlich wurden wichtige politische Entscheidungen über zukünftige Rahmenbedingungen für Schweizer Unternehmen und ihre Aktionäre getroffen:

1.  Nach mehr als einem Jahrzehnt der Beratung hat das Parlament eine umfassende Revision des Aktienrechts verabschiedet. Damit werden unter anderem die Aktionärsrechte deutlich gestärkt. Unternehmen sollten die Übergangszeit von zwei Jahren bis zum Inkrafttreten der Revision nutzen, um ihre Corporate Governance und Corporate Social Responsibility (CSR) Frameworks zu stärken, die Qualität der Offenlegung zu verbessern und den Stakeholder-Dialog zu intensivieren.

2.  Das Parlament verabschiedete auch einen indirekten Gegenvorschlag zur strikten Konzern-verantwortungsinitiative (KVI). Das Volk wird wohl noch in diesem Jahr zu den beiden Vorschlägen abstimmen können. Die KVI würde Schweizer Unternehmen nicht nur für ungenügende Einhaltung von Umweltschutz-vorschriften und Menschenrechten im eigenen Unternehmen, sondern auch für das Handeln von wirtschaftlich abhängigen Unternehmen weltweit haftbar machen. Auch würde die Beweislast umgekehrt und läge bei den Unternehmen. Entscheidend für die Abstimmung wird sein, dass die Öffentlichkeit die Anstrengungen der Schweizer Unternehmen, die Vorteile des auf Offenlegung basierenden Gegenvorschlags und die Nachteile der KVI für den Wirtschaftsstandort Schweiz versteht.

3.  Der Bundesrat hat kürzlich einen Bericht und Leitlinien zur Nachhaltigkeit im Finanzsektor verabschiedet. Ziel ist es, die Schweiz zu einem führenden Standort für nachhaltige Finanzdienst-leistungen zu machen. Der Bundesrat will Rahmenbedingungen so gestalten, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes verbessert wird und der Finanzsektor einen effektiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten kann.

Es ist nun an der Branche, die notwendigen Instrumente für einen wirksamen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu entwickeln. Strategien für «Active Ownership» und verantwortungsvolles Investieren müssen nun in den Vordergrund rücken und weniger die weit verbreiteten ESG-Labels und auf Ausschluss basierenden Investitions-Ansätze.

01.07.2020 SWIPRA Newsletter - Aktuelle Corporate Governance Entwicklungen in der Schweiz: Relevanz und Handlungsbedarf SWIPRA Newsletter Mehr lesen

Aktuelle Corporate Governance Entwicklungen in der Schweiz: Relevanz und Handlungsbedarf

Kürzlich wurden wichtige politische Entscheidungen über zukünftige Rahmenbedingungen für Schweizer Unternehmen und ihre Aktionäre getroffen:

1.  Nach mehr als einem Jahrzehnt der Beratung hat das Parlament eine umfassende Revision des Aktienrechts verabschiedet. Damit werden unter anderem die Aktionärsrechte deutlich gestärkt. Unternehmen sollten die Übergangszeit von zwei Jahren bis zum Inkrafttreten der Revision nutzen, um ihre Corporate Governance und Corporate Social Responsibility (CSR) Frameworks zu stärken, die Qualität der Offenlegung zu verbessern und den Stakeholder-Dialog zu intensivieren.

2.  Das Parlament verabschiedete auch einen indirekten Gegenvorschlag zur strikten Konzern-verantwortungsinitiative (KVI). Das Volk wird wohl noch in diesem Jahr zu den beiden Vorschlägen abstimmen können. Die KVI würde Schweizer Unternehmen nicht nur für ungenügende Einhaltung von Umweltschutz-vorschriften und Menschenrechten im eigenen Unternehmen, sondern auch für das Handeln von wirtschaftlich abhängigen Unternehmen weltweit haftbar machen. Auch würde die Beweislast umgekehrt und läge bei den Unternehmen. Entscheidend für die Abstimmung wird sein, dass die Öffentlichkeit die Anstrengungen der Schweizer Unternehmen, die Vorteile des auf Offenlegung basierenden Gegenvorschlags und die Nachteile der KVI für den Wirtschaftsstandort Schweiz versteht.

3.  Der Bundesrat hat kürzlich einen Bericht und Leitlinien zur Nachhaltigkeit im Finanzsektor verabschiedet. Ziel ist es, die Schweiz zu einem führenden Standort für nachhaltige Finanzdienst-leistungen zu machen. Der Bundesrat will Rahmenbedingungen so gestalten, dass die Wettbewerbsfähigkeit des Finanzplatzes verbessert wird und der Finanzsektor einen effektiven Beitrag zur Nachhaltigkeit leisten kann.

Es ist nun an der Branche, die notwendigen Instrumente für einen wirksamen Beitrag zur Nachhaltigkeit zu entwickeln. Strategien für «Active Ownership» und verantwortungsvolles Investieren müssen nun in den Vordergrund rücken und weniger die weit verbreiteten ESG-Labels und auf Ausschluss basierenden Investitions-Ansätze.

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26.06.2020 KPMG Board Leadership News: Aktivistische Investoren als neue Herausforderung für den Verwaltungsrat SWIPRA in den Medien Mehr lesen
Ein Interview mit Barbara Heller in den KPMG Board Leadership News zum Thema aktivistische Investoren und Verwaltungsrat.

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18.06.2020 Newsletter SWIPRA GV Auswertung 2020 SWIPRA GV Auswertung Mehr lesen

Schweizer Generalversammlungen 2019/2020: Aktive Aktionäre trotz Corona-Lockdown

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Zürich, 18. Juni 2020 – Steigende Stimmbeteiligung trotz nicht-physischen Generalversammlungen, Stimmrechtsberater mit hohem Einfluss auf Minderheitsaktionäre, Corporate Social Responsibility aufgrund der Corona-Krise noch stärker im Fokus, kritischste Abstimmungen erneut bei Verwaltungsratswahlen und unterschiedliche Aktionärskritik zu den Vergütungen bei SMI- und Nicht-SMI Unternehmen: Dies sind die wichtigsten Erkenntnisse aus der von SWIPRA Services durchgeführten Analyse der Generalversammlungen der 100 grössten, börsenkotierten Schweizer Unternehmen im Zeitraum zwischen Juli 2019 und Juni 2020.

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30.04.2020 Lighthouse - Ein internationaler Blick auf die Auswirkungen von Covid-19 und die aktuelle ESG Entwicklungen von unserem Partner Morrow Sodali Partner News Mehr lesen
Eine Publikation unseres internationalen Partners zu aktuellen Entwicklungen in Bezug auf Covid-19 und ESG. Lesen Sie mehr...
14.04.2020 SWIPRA / Morrow Sodali Newsletter - Corporate Governance nach Covid-19: Eine Bestandsaufnahme SWIPRA Newsletter Mehr lesen

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Ein gemeinsamer Newsletter von SWIPRA und Morrow Sodali zu Corporate Governance in Zeiten der Covid-19-Krise in der Schweiz mit einem ersten Einblick zu den bisher abgehaltenen Generalversammlungen in der Schweiz. Mehr erfahren...

30.01.2020 SWIPRA Ausblick Schweizer GV-Saison 2020 Mehr lesen

Ausblick Schweizer GV-Saison 2020

Zurich, January 30, 2020 - The AGM Season 2020 will see more shareholder scrutiny on the actual tangible actions companies are taking in the field of their corporate social responsibility (or “ESG”), a higher exposure of individual board members, in particular board and committee chairs, and more focus on internal fair pay. Board and pay votes will remain the most critical AGM items. Solid governance frameworks remain a success factor not only for established listed companies but also likewise for companies planning their IPO. These are some of the trends SWIPRA expects to see in the 2020 AGM season.

30.01.2020 SWIPRA Ausblick Schweizer GV-Saison 2020 SWIPRA Newsletter Mehr lesen

Ausblick Schweizer GV-Saison 2020

Zurich, January 30, 2020 - The AGM Season 2020 will see more shareholder scrutiny on the actual tangible actions companies are taking in the field of their corporate social responsibility (or “ESG”), a higher exposure of individual board members, in particular board and committee chairs, and more focus on internal fair pay. Board and pay votes will remain the most critical AGM items. Solid governance frameworks remain a success factor not only for established listed companies but also likewise for companies planning their IPO. These are some of the trends SWIPRA expects to see in the 2020 AGM season.

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06.11.2019 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2019 Mehr lesen

SWIPRA Corporate Governance Umfrage


Sozialverantwortliches Unternehmertum –
Mangelndes gegenseitiges Verständnis und notwendiges Umdenken

Zürich, 6. November 2019 – Resultate aus der 7. SWIPRA Umfrage zu Corporate Governance zeigen, dass institutionelle Aktionäre die Verankerung des sozialverantwortlichen Handelns in den Unternehmensstrategien kaum nachvollziehen können. Unternehmen ihrerseits verstehen oft nicht, wie ihr sozialverantwortliches Handeln die Investitions- und Generalversammlungs-Entscheide der Aktionäre beeinflusst. Eine bessere Offenlegung und ein breit geführter Governance-Dialog zwischen Aktionären und dem Verwaltungsrat kann diese Verständnislücken schliessen. Dies ist zunehmend wichtig, da gemäss einer Mehrheit der institutionellen Investoren die Verwaltungsräte ihrer Verantwortung im Bereich des sozialverantwortlichen Handelns zu wenig gerecht werden. Erstmals ist ein Grossteil der Investoren zudem der Ansicht, dass in der Vergütung auch qualitative Leistungsziele für sozialverantwortliches Handeln berücksichtigt sein sollten. Viele Marktteilnehmer müssen deshalb umdenken: Sozialverantwortliches Handeln darf kein abstraktes Thema für sich bleiben, sondern muss integraler Bestandteil der Unternehmensstrategie und deren Umsetzung sein.

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01.08.2019 Verantwortung Leben: Interview mit Barbara Heller SWIPRA in den Medien Mehr lesen
Ein Interview von Verantwortung Leben mit Barbara Heller zum Thema CSR und Governance. Mehr lesen.
20.06.2019 Newsletter SWIPRA GV Auswertung 2019 Mehr lesen

SWIPRA GV Auswertung


Schweizer Generalversammlungen 2018/2019: Aktionäre und Stimmrechtsberater beurteilen Verwaltungsrats-Mitglieder kritischer

Die kritischsten Verwaltungsratswahlen erhielten erstmals mehr Dagegen-Stimmen als die kritischsten Vergütungsabstimmungen. Bei den 10% der Wahlen in den Verwaltungsrat (VR) mit den meisten Dagegen-Stimmen, stieg der Anteil ablehnender Aktionäre im Median auf über 20%. Aktionäre stimmten dabei vor allem aus Bedenken zur Unabhängigkeit der nominierten Verwaltungsräte gegen deren Wahl, gefolgt von Zweifeln im Zusammenhang mit der erwarteten Verfügbarkeit der designierten Verwaltungsräte. Minderheitsaktionäre in Unternehmen mit einem Ankeraktionäre stimmten oftmals negativer als Aktionäre in breit gehaltenen Unternehmen, insbesondere bei den kritischsten, für Minderheitsaktionäre sehr wichtigen Wahlen in den VR. Durch den verstärkten Fokus der Aktionäre auf die VR-Wahlen, die weiterhin häufig auf Basis von Abstimmungs-Empfehlungen beurteilt werden, stieg der Einfluss von Stimmrechtsberatern, allen voran ISS, wieder. Weiter ist die Diversität der Verwaltungsräte erneut angestiegen: Die Gremien wurden internationaler und weiblicher. Der Anteil Frauen an neu zur Wahl stehenden Verwaltungsräten hat dabei eine neue Höchstmarke erreicht. Weniger kritisch waren in dieser Saison die Abstimmungen zum Vergütungsbericht. Der tiefere Anteil Dagegen-Stimmen ist dabei auf eine verbesserte Offenlegung zur Vergütung seitens der Unternehmen, nicht auf eine weniger kritische Haltung der Investoren zurückzuführen. Letztere halten den Druck hoch: reagiert ein Unternehmen nicht auf ein vergütungsbezogenes Anliegen, steigen die Dagegen-Stimmen bei Vergütungs-berichten im Median schnell auf 30% und mehr.

Dies sind einige der wichtigsten Resultate der von SWIPRA Services durchgeführten Analyse der GVs der 100 grössten, in der Schweiz kotierten Unternehmen im Zeitraum zwischen Juli 2018 und Juni 2019.

 

01.04.2019 Expert Focus: Audit und die Corporate Social Responsibility SWIPRA Publikation Mehr lesen

Ein Artikel im Expert Focus zu den Ansprüchen der Aktionäre im Bereich Audit und Corporate Social Responsibility, erschienen in der Ausgabe April 2019.

Kriterien im Bereich der Corporate Social Responsibility (CSR) werden im Anlageprozess institutioneller Investoren immer wichtiger. Eine Prüfung der publizierten Unternehmensinformationen zu CSR durch eine unabhängige Instanz wird immer öfter verlangt. Durch einen solchen Audit erhoffen sich Investoren mehr Konsistenz und Verlässlichkeit dieser Angaben. Zum Artikel

28.01.2019 SWIPRA Ausblick GV Saison 2019 Mehr lesen

Ausblick GV-Saison 2019 Schweiz:

Verwaltungsräte und Corporate Social Responsibility im Fokus

Zürich, 28. Januar 2018 – Im Hinblick auf die kommenden Generalversammlungen (GV) 2019 erwartet SWIPRA weiter steigende Ansprüche an die Zusammensetzung und den Leistungsausweis von Verwaltungsräten sowie der damit verbundenen Offenlegung. Dabei wird die Verantwortung des Verwaltungsrats gegenüber all seinen Stakeholdern, die sozialverantwortliche Unternehmensführung oder «Corporate Social Responsibility» (CSR), zunehmend von hoher Relevanz sein: Investoren wollen, vereinfacht gesagt, besser verstehen «wie» ein Unternehmen seine Geschäftsaktivitäten ausübt. Eine Herausforderung, auf die SWIPRA bereits früher hingewiesen hat.

05.01.2019 KPMG Audit Committee News: Beitrag von SWIPRA Mehr lesen

SWIPRA Publikation


Einen Beitrag von SWIPRA in den KPMG Audit Committee News zum Thema Corporate Social Responsibility und die Aufgaben des externen Prüfers.

01.01.2019 KPMG Audit Committee News: Beitrag von SWIPRA SWIPRA Publikation Mehr lesen

Einen Beitrag von SWIPRA in den KPMG Audit Committee News zum Thema Corporate Social Responsibility und die Aufgaben des externen Prüfers. Download.

07.11.2018 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2018 Mehr lesen

SWIPRA Corporate Governance Umfrage


6. SWIPRA-Studie zur Entwicklung der Corporate Governance in der Schweiz

Entscheidung und Verantwortung – Der abnehmende Einfluss der Stimmrechtsberater und steigende Ansprüche an den Verwaltungsrat

Zürich, 7. November 2018 – Die 6. SWIPRA Corporate Governance Umfrage liefert neue Erkenntnisse zur Rolle der Stimmrechtsberater. Grosse internationale Investoren verwenden standardisierte Daten der Stimmrechtsberater zunehmend als Ausgangspunkt für ihre eigene Meinungsbildung statt den Abstimmungsempfehlungen direkt zu folgen. Angesichts des abnehmenden Einflusses der Stimmrechtsberater gewinnt der direkte Dialog zwischen dem Verwaltungsrat und Investoren, der das gegenseitige Verständnis fördert, weiter an Bedeutung. Dazu zeigt die SWIPRA Umfrage: Investoren fordern mehr Informationen zur Zusammensetzung der Verwaltungsräte, deren Unabhängigkeit und deren Verantwortung im Bereich der Corporate Social Responsibility (CSR). Auch Themen rund um Vergütung und Offenlegung bleiben von hoher Relevanz. Insbesondere internationale Investoren sind der Meinung, dass Schweizer Unternehmen zu wenig sozialverantwortlich handeln und CSR-Ziele entsprechend ungenügend in der variablen Vergütung verankert sind.

Frühere Umfragen

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03.07.2018 Newsletter SWIPRA GV Auswertung 2018 Mehr lesen

SWIPRA GV Auswertung


Schweizer Generalversammlungen 2017/2018: Weniger kontrovers?

Zürich, 3. Juli 2018  - Die Anzahl der in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Generalversammlungen (GV) nahm im Vergleich zu den Vorjahren ab. Jedoch zeigt die SWIPRA GV-Analyse 2017/2018, dass die GV-Abstimmungen insgesamt nicht weniger kritisch ausfielen.

In der GV-Saison 2017/2018 konnten zudem einige neue Entwicklungen festgestellt werden:

  • Zum ersten Mal seit der Einführung der Verordnung gegen übermässige Vergütungen nahm der Einfluss der Stimmrechtsberater auf die Ergebnisse der GVs ab. Institutionelle Aktionäre folgen demnach weniger häufig nur den Empfehlungen der Stimmrechtsberater, sondern stützen sich vermehrt auch auf eigene Governance- und Abstimmungsrichtlinien. Dies macht ihr Stimmverhalten für Unternehmen weniger berechenbar.
  • Einflussreiche institutionelle Investoren treffen ihre Abstimmungsentscheidungen zunehmend auf Basis einer mehrjährigen Betrachtung: Sie nutzen konsultative und bindende Abstimmungen, um die Governance von Unternehmen proaktiv zu beeinflussen oder aber auch retrospektiv auf Defizite zu reagieren. An den umstrittensten GVs nahm die Ablehnung der Aktionäre bei vergütungsrelevanten Traktanden erneut zu.
  • Im internationalen Vergleich erhalten in der Schweiz kotierte Unternehmen bei konsultativen Abstimmungen zum Vergütungsbericht weiterhin deutlich mehr Dagegen-Stimmen als in Grossbritannien oder den USA.
  • Minderheitsaktionäre von Unternehmen mit einem Ankeraktionär sind deutlich kritischer in der Ausübung ihrer Stimmrechte als Aktionäre von Unternehmen mit einem breit gestreuten Aktionariat.
  • Das Abstimmungsverhalten der Aktionäre sowie die Empfehlungen der Stimmrechtsberater weisen weiterhin auf eine klare Präferenz für weibliche Verwaltungsratsmitglieder hin. Gleichzeitig erhöhten Emittenten den Frauenanteil in ihren Verwaltungsräten erneut: Nach den GVs 2018 ist jedes vierte VR-Mitglied (24.5%) in SMI-Unternehmen eine Frau.
  • Das Aktionärsinteresse an GVs bleibt unverändert hoch: In der GV Saison 2017/2018 nahmen bei den im SPI100 kotierten Schweizer Unternehmen im Durchschnitt rund 70% der Aktionäre ihre Stimmrechte wahr.
03.07.2018 Newsletter SWIPRA GV Auswertung 2018 SWIPRA GV Auswertung Mehr lesen

Schweizer Generalversammlungen 2017/2018: Weniger kontrovers?

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Zürich, 3. Juli 2018  - Die Anzahl der in der Öffentlichkeit kontrovers diskutierten Generalversammlungen (GV) nahm im Vergleich zu den Vorjahren ab. Jedoch zeigt die SWIPRA GV-Analyse 2017/2018, dass die GV-Abstimmungen insgesamt nicht weniger kritisch ausfielen.

In der GV-Saison 2017/2018 konnten zudem einige neue Entwicklungen festgestellt werden:

  • Zum ersten Mal seit der Einführung der Verordnung gegen übermässige Vergütungen nahm der Einfluss der Stimmrechtsberater auf die Ergebnisse der GVs ab. Institutionelle Aktionäre folgen demnach weniger häufig nur den Empfehlungen der Stimmrechtsberater, sondern stützen sich vermehrt auch auf eigene Governance- und Abstimmungsrichtlinien. Dies macht ihr Stimmverhalten für Unternehmen weniger berechenbar.
  • Einflussreiche institutionelle Investoren treffen ihre Abstimmungsentscheidungen zunehmend auf Basis einer mehrjährigen Betrachtung: Sie nutzen konsultative und bindende Abstimmungen, um die Governance von Unternehmen proaktiv zu beeinflussen oder aber auch retrospektiv auf Defizite zu reagieren. An den umstrittensten GVs nahm die Ablehnung der Aktionäre bei vergütungsrelevanten Traktanden erneut zu.
  • Im internationalen Vergleich erhalten in der Schweiz kotierte Unternehmen bei konsultativen Abstimmungen zum Vergütungsbericht weiterhin deutlich mehr Dagegen-Stimmen als in Grossbritannien oder den USA.
  • Minderheitsaktionäre von Unternehmen mit einem Ankeraktionär sind deutlich kritischer in der Ausübung ihrer Stimmrechte als Aktionäre von Unternehmen mit einem breit gestreuten Aktionariat.
  • Das Abstimmungsverhalten der Aktionäre sowie die Empfehlungen der Stimmrechtsberater weisen weiterhin auf eine klare Präferenz für weibliche Verwaltungsratsmitglieder hin. Gleichzeitig erhöhten Emittenten den Frauenanteil in ihren Verwaltungsräten erneut: Nach den GVs 2018 ist jedes vierte VR-Mitglied (24.5%) in SMI-Unternehmen eine Frau.
  • Das Aktionärsinteresse an GVs bleibt unverändert hoch: In der GV Saison 2017/2018 nahmen bei den im SPI100 kotierten Schweizer Unternehmen im Durchschnitt rund 70% der Aktionäre ihre Stimmrechte wahr.
30.01.2018 SWIPRA Ausblick GV Saison 2018 Mehr lesen
Verwaltungsrat im Fokus – Offenlegung zur Zusammensetzung und den Verantwortlichkeiten im Verwaltungsrat, insbesondere zur Corporate Social Responsibility, gewinnt bei den Investoren weiter an Bedeutung
30.01.2018 Statement des SWIPRA Panel of Experts zur GV Saison 2018 SWIPRA Panel of Experts Mehr lesen
Ein Statement des SWIPRA Panel of Experts zu Punkten, welche in der GV Saison 2018 speziell beachtet werden sollten. Zum Statement.
08.11.2017 SWIRPA Corporate Governance Umfrage 2017 Mehr lesen

SWIPRA Corporate Governance Umfrage


Die Weichen werden vor der Generalversammlung gestellt: Die steigende Bedeutung von Governance-Aktivismus

Der relevante Austausch zwischen Investoren und Unternehmen findet nicht erst an den Generalversammlungen, sondern vermehrt unterjährig in sogenannten «Engagement-Gesprächen» statt. Diese mehrheitlich von ausländischen Investoren verlangten Interaktionen auf Stufe Verwaltungsrat prägen die Governance-Strukturen und sind für Unternehmen unumgänglich, um den standardisierten Sichtweisen einiger Stimmrechtsberater entgegen zu treten. Diese erstmals empirisch erfasste Feststellung gehört zu den zentralen Erkenntnissen der SWIPRA Corporate Governance-Umfrage 2017. Beim Thema Vergütung äussern sich Investoren auch in der diesjährigen Umfrage kritisch zur Offenlegung der leistungsabhängigen Vergütung. Entgegen früheren Aussagen nimmt jedoch ihre Bereitschaft zu, Kritik vermehrt in den bindenden Abstimmungen zu Vergütungsbeträgen zum Ausdruck zu bringen. Zudem empfinden Investoren die Offenlegung zur Corporate Social Responsibility von Schweizer Unternehmen als glaubwürdig, wünschen sich diesbezüglich jedoch mehr Transparenz zur Verantwortlichkeit des Verwaltungsrats.

Frühere Umfragen

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31.07.2017 SWIPRA Stellungnahme Teilrevision Richtlinie Corporate Governance der SIX Swiss Exchange SWIPRA Positionspapier Mehr lesen
Die Stellungnahme von SWIPRA zur Teilrevision der Richtlinie betreffend Informationen zur Corporate Governance von der SIX Swiss Exchange finden Sie hier.
16.06.2017 SWIPRA GV-Auswertung 2017 Mehr lesen

SWIPRA GV-Auswertung


Die Generalversammlungen (GV) 2017 waren von einer steigenden Unzufriedenheit zu Vergütungsthemen geprägt. Das hohe Niveau an kritischen Stimmen zur Vergütung ist teilweise ein schweizerisches Phänomen, so wurden Vergütungsberichte in der Schweiz deutlich kritischer beurteilt als im vergleichbaren Ausland. Eine wesentliche Rolle für diese Entwicklung spielt die stark verbreitete, standardisierte Sichtweise zur Corporate Governance. Davon scheinen insbesondere kleinere Unternehmen betroffen. Sie waren mit teilweise deutlich höheren Ablehnungsraten konfrontiert als grössere Unternehmen. Die Stimmrechtsberater werden zunehmend kritischer, und es wurden vermehrt prominente Einzelfälle in der Öffentlichkeit diskutiert, was inhaltlich nicht immer objektiv nachvollziehbar war. Die effektiven GV-Resultate fielen hingegen weit weniger kritisch als erwartet aus. Damit zeigten die Aktionäre ein grundsätzlich hohes Vertrauen in ihre Verwaltungsräte.


 

Die Pressemitteilung zur SWIPRA GV-Auswertung 2017 finden Sie hier.

Eine Präsentation mit Grafiken und weiteren Auswertungen finden Sie hier.

10.01.2017 Ausblick auf die GV Saison 2017 und darüber hinaus Mehr lesen

Bessere Kommunikation unternehmensspezifischer Corporate Governance-Lösungen und weniger „one size fits all“?

Im Vorfeld der Generalversammlungs-Saison 2017 erachtet SWIPRA folgende Themen als besonders relevanten:

  • das tatsächlich unabhängige Handeln des Verwaltungsrates und seiner Ausschüsse und damit verbunden die Sicherstellung der benötigten Informationen im Gremium,
  • die Zusammenhänge zwischen Unternehmensstrategie, Leistungsanreizen, Zielerreichung und effektiver Vergütung sowie deren Kommunikation nach aussen,
  • eine verständliche Darlegung der Wesentlichkeit und der Verantwortung im Bereich der Corporate Social Responsibility im Unternehmen,
  • ein effektives Value Reporting zur transparenten Kommunikation dieser Prozesse,
  • eine transparente und im Liquiditätsmanagement eingebettete Ausschüttungspolitik.

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Newsletter Ausblick GV Saison 2017

Präsentation Ausblick GV Saison 2017 (EN)

25.11.2016 Pressemitteilung zur Aktienrechtsrevision SWIPRA Positionspapier Mehr lesen
In der heutigen Pressemitteilung kommentiert SWIPRA die Botschaft des Bundesrates vom 23. November 2016 zur Revision des Aktienrechtes.
10.11.2016 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2016 Mehr lesen

SWIPRA Corporate Governance Umfrage


Governance von Schweizer Unternehmen zunehmend geprägt durch internationale Investoren. Und: Weiterhin Kritik an der Offenlegung zur Pay-for-Performance

Ein Grossteil der Schweizer Investoren sieht in der Stimmrechtsausübung nur wenig Wert und nimmt nicht am direkten Austausch mit Unternehmen teil – im Gegenteil zu internationalen Investoren, welche die Governance in Schweizer Unternehmen zunehmend beeinflussen. Dies ist eine der zentralen Erkenntnisse der von SWIPRA durchgeführten Corporate Governance-Umfrage 2016. Zudem stehen für die Mehrheit der Investoren Managementvergütungen weiterhin in keinem vernünftigen Verhältnis zur erbrachten Leistung. Ein möglicher Grund liegt in der Kommunikation: Weniger als ein Zehntel der Investoren ist mit der Offenlegung zur Pay-for-Performance zufrieden. Darüber hinaus empfinden viele institutionelle Anleger die Vergütungs-Offenlegung von Unternehmen im Ausland als gehaltvoller als in der Schweiz, wogegen sich eine Mehrheit der Schweizer Unternehmen diesbezüglich in einer Vorreiterrolle sieht.

Frühere Umfragen

Präsentation 2015 (E) - Download

Präsentation 2014 (E) - Download

Präsentation 2013 (E) - Download

21.06.2016 Pressemitteilung zur SWIPRA GV Auswertung 2016 SWIPRA GV Auswertung 2016 Mehr lesen
Die Pressemitteilung zur SWIPRA GV Auswertung 2016 finden Sie hier. Eine Präsentation mit Grafiken und weiteren Auswertungen finden Sie hier.
06.01.2016 Newsletter – Ausblick auf die GV Saison 2016 Mehr lesen

Die Traktanden zu Wahlen in den Verwaltungsrat und zur Vergütung werden aus Sicht von SWIPRA an den Generalversammlungen (GV) 2016 weiterhin im Vordergrund stehen. Der Umgang der Unternehmen mit Corporate Social Responsibility dürfte bei der Analyse der Governance-Strukturen an Bedeutung gewinnen. Unternehmen stehen vor der Herausforderung, dass Investoren verschiedene Aspekte dieser Themen unterschiedlich gewichten. Klare Offenlegungen und Erläuterungen zur Zusammensetzung von Verwaltungsräten und der gelebten Risikomanagement- und Vergütungsprozesse ermöglichen den Aktionären, die realen Zusammenhänge zu Strategie und Zielerreichung der Unternehmen besser zu verstehen und ihre Stimmrechte zielgerichtet wahrzunehmen.

Den SWIPRA Newsletter zum Ausblick auf die GV Saison 2016 und Corporate Governance-Kernthemen finden Sie hier.

08.12.2015 Newsletter – Aktienrechtsrevision SWIPRA Positionspapier Mehr lesen

Den SWIPRA Newsletter zur Mitteilung des Bundesrates vom 4. Dezember zur geplanten Aktienrechtsrevision finden Sie hier.

Die vollständige Stellungnahme finden Sie hier.

19.10.2015 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2015 Mehr lesen

SWIPRA Corporate Governance Umfrage


Bei GV-Abstimmungen über Managementvergütung stehen Aufwand und Ertrag nach den Erkenntnissen der dritten Corporate-Governance-Umfrage des Schweizer Stimmrechts­beraters SWIPRA in einem ungünstigen Verhältnis. Obwohl das Thema bei allen befragten Markt­teil­neh­mern – Pensionskassen, institutionellen Vermögensverwaltern im In- und Ausland sowie SPI® Unternehmen – während der GV-Saison 2015 viel Zeit beanspruchte, sieht keine der Gruppen die Vergütung als wichtigsten Werttreiber in Unternehmen. Generell stehen alle Gruppen weiteren Regulierungsschritten in der Gover­nance kritisch gegenüber. Uneinigkeit herrscht hinsichtlich der Bedeutung der Stimm­rechts­aus­übung: Im Gegensatz zu institutionellen Vermögens­verwal­tern sehen Pensions­kassen nur einen geringen Wert in der Wahrnehmung des Stimmrechts.

Die Präsentation zur Umfrage finden Sie hier.

Die Medienmitteilung finden Sie hier.

24.07.2015 Newsletter – GV Saison 2015 Mehr lesen

SWIPRA GV-Auswertung


SWIPRA hat die Ergebnisse der bislang durchgeführten Generalversammlungen der 100 grössten Unternehmen des SPI® analysiert. Schlüsselerkenntnisse betreffen Themen wie Management-Vergütung, Aktionärsvertretung sowie Einfluss und Philosophie der Stimmrechtsberater.

Für eine  Zusammenfassung der Analyse und die Grafiken der empirischen Auswertung klicken sie hier.

18.11.2014 SWIPRA Corporate Governance Umfrage 2014 Mehr lesen

SWIPRA Corporate Governance Umffrage


SWIPRA hat am 18. November 2014 die Resultate der Corporate Governance Umfrage 2014 präsentiert. Die wichtigsten Erkenntnisse dieser Umfrage sind in dieser Präsentation zu finden und in der Pressemitteilung kurz zusammengefasst.

01.10.2014 September 2014: Neuer Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance SWIPRA Positionspapier Mehr lesen

Der 2002 etablierte Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance wurde 2014 zum zweiten Mal revidiert. SWIPRA ist Träger des Swiss Code und hat sich bei der öffentlichen Konsultation eingebracht. Die revidierte Fassung findet man hier. (Pressemitteilung)


Der 2002 etablierte  Swiss Code of Best Practice for Corporate Governance wurde 2014 zum zweiten Mal revidiert. SWIPRA ist Träger des Swiss Code und hat sich bei der öffentlichen Konsultation eingebracht. Die revidierte Fassung findet man hier.  (Pressemitteilung)

30.11.2013 SWIPRA Position zur Verordnung gegen übermässige Vergütungen SWIPRA Positionspapier Mehr lesen

Eine Kurzfassung unseres Positionspapier zur VegüV in Deutsch finden Sie hier. Die vollständige Darlegung in Englisch finden Sie hier.