SWIPRA GV Analyse
Aktionäre mit klaren Ansprüchen: Verwaltungsrat, Vergütungen und Revisionsstelle im Fokus
Zürich, 7. Juli 2026 – Auf den ersten Blick verlief die Schweizer GV-Saison 2026 reibungslos: Die Zustimmungsraten blieben stabil und Ablehnungen waren die Ausnahme. Bei genauerer Betrachtung offenbart sich jedoch ein differenziertes Bild: Die Abstimmungsrichtlinien institutioneller Aktionäre werden komplexer, und Aktionäre stimmen immer differenzierter ab.
Dabei rücken Verwaltungsratspräsidenten und Ausschussvorsitzende weiter in den Fokus, Vergütungshöhen werden zunehmend kritisch hinterfragt, und Nachhaltigkeitsberichte werden häufiger genutzt, um Kritik zu äussern. Gleichzeitig zeichnet sich bei der Unabhängigkeit des externen Prüfers die nächste Eskalationsstufe ab.
Insgesamt wären ohne die Unterstützung von Ankeraktionären (Familien, Gründer, strategische Investoren oder der Staat) 97 Traktanden abgelehnt worden – ein deutlicher Anstieg gegenüber 37 Traktanden im Vorjahr. Davon betrafen 45 die Wahl von Verwaltungsratsmitgliedern und 25 die Höhe der Vergütungen.
Vorjahre
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